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Presserundschau

Thumbnail for Stadtkirche könnte bald zur Rast einladen
Posted by Matthias Ströhle - 06.12.2019, 16:05

Wenn Fahrradfahrer in diesem Sommer in der evangelischen Stadtkirche eine kurze Pause machen wollten, standen sie oft vor verschlossenen Türen. Hatten sie Glück, war das Pfarrerehepaar Dorothee Sauer und Matthias Ströhle da und konnten die Kirche öffnen. Künftig könnte das anders laufen. Die Gemeinde denkt momentan darüber nach, die Stadtkirche zu einer Radwegekirche zu machen. Während der bisherige Kirchengemeinderat dafür offen war, müsse das neue Gremium erst noch darüber entscheiden. Genauso wichtig: Es bedarf Menschen, die dafür aktiv werden wollen.

Sigmaringen biete sich jedenfalls für eine Radwegekirche an, findet Olaf Hofmann, Tourismusdiakon im evangelischen Kirchenbezirk Balingen, der das Projekt in der gesamten Region begleitet. Die Stadt liege zentral am europaweit bekannten Donauradweg, der Tourismusverband Baden-Württemberg wolle die schwäbische Alb mehr vermarkten und Radfahrer orientierten sich bei ihren Touren ohnehin vor allem an Städten. „Da hält man an so einer Oasestation gerne an“, sagt er. Hinzu kommt, dass es im Süden Baden-Württembergs diese Radwegekirchen ausschließlich nahe Tuttlingen und in Ulm gibt – die Strecke dazwischen sei bisher ein weißer Fleck. Ein Grund mehr, der für den Standort Sigmaringen spricht.... weiterlesen

Thumbnail for Auf gute Nachbarschaft! Das Haus Faigle in der Pfauenstraße
Posted by Matthias Ströhle - 28.11.2019, 21:02

Für die Sigmaringer/innen ist das Haus Faigle noch neu in der Nachbarschaft: Im August 2018 wurde das Mariaberger Wohnangebot für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf und Senioren/innen in der Pfauenstraße eröffnet.

Co-Dekanin Dorothee Sauer trug zur Einweihung eine Andacht und ein Segensgebet bei. Das Haus Faigle liegt auf dem Gemeindegebiet des Pfarramts III und wird somit von Pfarrerin und Pfarrer Fingerle seelsorgerisch betreut. In 2020 sollen dort auch zweimal im Jahr Gottesdienste stattfinden.

Der evangelische Posaunenchor ist auch dieses Jahr wieder am 1. Advent zum Kurrendeblasen im Haus Faigle und spielt Adventslieder. Co-Dekanin Dorothee Sauer freut sich über die Einbindung des Hauses in das Gemeindeleben: „Bei unserem diesjährigen Gottesdienst im Grünen an Christi Himmelfahrt in der Waldbühne in Sigmaringendorf waren viele Bewohner/innen und Betreuer/innen aus dem Haus Faigle mit dabei. Es ist schön, dass es so immer wieder Kontakte zwischen dem Haus Faigle und der Kirchengemeinde gibt.“

Eva-Maria Brückner war eine der ersten Bewohnerinnen der Einrichtung und fühlt sich rundum wohl: „Hier gefällt mir eigentlich alles besonders gut.“ Im Zuge der Regionalisierungsbestrebungen des diakonischen Trägers zog sie aus Mariaberg in ein anderes Wohnangebot in Sigmaringen, um dann im Sommer 2018 in das Haus Faigle einzuziehen. Oft spaziert die 67-Jährige zur Tankstelle oder zur Bäckerei und kommt dort gut ins Gespräch mit den Mitarbeitenden. „Sie hat eigentlich überall in der Stadt Freunde gefunden“, erzählt Lisa Oswald, Fachkraft der Einrichtung.

Momentan leben 24 Menschen in dem binnendifferenzierten Wohn- und Betreuungsangebot des diakonischen Trägers, das sich an Menschen mit geistiger, körperlicher und Mehrfach-Behinderung und Senioren/innen richtet. Die Mariaberger Textilservice gGmbH sorgt für frische Wäsche im Haus, während die Mariaberger Bildung & Service GmbH das Essen liefert und das Gebäude und den Garten in Schuss hält. Im Erdgeschoss gibt es außerdem einen Förder- und Betreuungsbereich mit zwölf Plätzen für Menschen mit schwerer Behinderung. Neben einer hochmodernen Therapieküche ist der neu eingerichtete, abgedunkelte Snoezel-Raum ein Highlight: Hier können die Klienten/innen bei Entspannungsmusik zwischen einem Lichterwasserfall aus LED-Faserkabeln und einem an die Wand geworfenen Wolkenhimmel zur Ruhe kommen.

Die Haus- und Pflegedienstleitung hat seit April 2019 Abibetu Oyinbo-Drese inne. Sie ist froh über die großzügigen und modernen Räumlichkeiten und betont, dass sich das Angebot gut in die Nachbarschaft einfügt: „Am Haus steht ja nicht groß dran, dass wir zu Mariaberg und Wohnen plus gehören. Das wäre für die Inklusion auch kontra-produktiv. Das ist keine reine Pflegeeinrichtung, sondern das Zuhause der Menschen hier.“ Sie ist sich sicher: Die Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses Faigle und die Sigmaringer/innen können gegenseitig von der Nachbarschaft nur gewinnen.

Thumbnail for Meine Kirche – eine gute Wahl. Vorstellung der KGR-Kandidaten
Posted by Matthias Ströhle - 21.11.2019, 19:22

Am 1. Dezember werden in der Württembergischen Landeskirche die Kirchengemeinderäte der Kirchengemeinden sowie die Landessynodalen für die Landessynode gewählt. Alle evangelischen Gemeindemitglieder ab 14 Jahren dürfen an der Wahl teilnehmen. Das sind in Sigmaringen zirka 4500 Personen. Der Kirchengemeinderat ist zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinde, zur Zeit sind in Sigmaringen zweieinhalb Pfarrstellen besetzt, das gemeindeleitende Gremium der Kirchengemeinde.

Die neun zu vergebenden Sitze teilen sich wie folgt auf: Bingen 1 Sitz, Inzigkofen 1 Sitz,. Krauchenwies 1 Sitz, Sigmaringen 5 Sitze, Sigmaringendorf 1 Sitz.

Am Donnerstagabend stellten sich sieben der neun Kandidatinnen und Kandidaten im Evangelischen Gemeindehaus den interessierten Gemeindemitgliedern vor. Sonja Kehrle aus Sigmaringen und Cornelia Zoller aus Sigmaringendorf ließen sich entschuldigen. Moderator Jörg Armbruster eröffnete die Vorstellungsrunde mit dem Lied: Aus Gottes guten Händen, von Pfarrer Micha Fingerle am Klavier begleitet.

Die „erfahrenen und frischen Kräfte“, so Armbruster, stellten sich reihum vor. In der ersten Fragerunde gaben sie Auskunft über ihre Person, um anschließend ihre Beweggründe offen zu legen, warum sie sich für ihre Kirche einer „guten Wahl“ stellen wollen.

Artur Beck aus Sigmaringen kandidiert zum ersten Mal. Das aktive Gemeindemitglied möchte die Pfarrerschaft in verwaltungstechnischen Fragen unterstützen. Sein besonderes Engagement gilt der Pflege und dem Ausbau der partnerschaftlichen Beziehungen zu Thann und Feldkirch.

Barbara Gall, ebenfalls aus Sigmaringen, stellt sich zum dritten Mal der Wahl. Das Mitglied in der Synode des Kirchenbezirks Balingen nannte das Zusammenwachsen von Stadt- und Kreuzkirche sowie ein ausgewogener Gottesdienstplan, der auch die Teilorte zufriedenstellen kann, zuerst. Besonders am Herzen liegt ihr die Entwicklung von Konzepten, damit die Kirche auch für jüngere Gemeindemitglieder attraktiv wird. „Wir müssen Gottesdienstzeiten und -formen so gestalten, dass sie junge Familien ansprechen, denn nur über die Eltern erreichen wir die Kinder!“

Erzieherin Sandra Klotz aus Inzigkofen räumte der Arbeit der Besuchsdienste und der Kinder- und Jugendarbeit den ersten Platz in ihrer Prioritätenliste ein. In die Kirche zurückgefunden habe sie anlässlich der Konfirmation ihrer Tochter. „In der Gemeinde fühle ich mich aufgehoben und angenommen, und was ich bekommen habe möchte ich mit meinem Engagement zurückgeben“.

Rechtsanwältin Susanne Heckel ist seit sechs Jahren Pfarrgemeinderätin. Die Dozentin in den Bereichen Altenpflege, Krankenpflege und Behindertenhilfe möchte mit Freude und Begeisterung die bereits in die Wege geleiteten Schritte einer Kirche im Umbruch weitergehen und dabei tatkräftig mitarbeiten. Kindergarten, Posaunenchor und die Ökumene vor Ort liegen ihr besonders am Herzen.

Ingrid Mors aus Bingen, seit 2001 sowohl Mitglied im Pfarrgemeinderat als auch in der Bezirkssynode, möchte sich für ein alle Menschen ansprechendes Gemeindeleben einsetzen. Diakonisches Handeln ist für sie gelebter Glaube. „Caritas kennt jeder, aber wer kennt die Diakonie? Sie gehört in die Innenstadt, nicht ins Gemeindehaus, denn mein Glaube soll mir auch in der Stadt begegnen“, wünscht sie sich.

Dr Frank Richter lebt und arbeitet seit 19 Jahren in Sigmaringen. Für einen offene, bunte, einladende und fröhliche Kirche möchte er sich der leidenschaftliche Sänger auch in seiner zweiten Amtsperiode einsetzen. „Wie kriegen wir es hin, dass Menschen bei uns ein Zuhause finden?“ In dem Bemühen, auf diese Frage Antworten zu finden möchte er die Pfarrerschaft unterstützen und bereitwillig auch neue Wege gehen.

Architektin Susanne Sodenkamp aus Krauchenwies, seit drei Jahren Pfarrgemeinderätin, möchte auch weiterhin gemeinsam mit „dem tollen Team der Verantwortlichen“ in der spannenden Gemeindeentwicklung und-verwaltung mitarbeiten. Eine Herzensangelegenheit ist für sie die gelebte Ökumene und an die Teilorte gerichtet fügte sie noch hinzu: “Christ kann ich überall sein. Man kann auch in Sigmaringen zum Gottesdienst gehen.“

Der Vorstellungsrunde folgte eine rege Diskussion unter den Anwesenden über die schrumpfende Zahl von Gottesdiensten und den zu spärlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Angesichts der gesellschaftlichen und demografischen Veränderungen müsse sich auch die evangelische Kirche auf härtere Zeiten einstellen, denn „besser wird es nicht mehr!“ so Barbara Gall. Mit einem Appell: „Gehen Sie zur Wahl und zeigen Sie, dass Ihnen Ihre Kirche wichtig ist!“ beendete Jörg Armbruster den interessanten Informationsabend.

Bildnachweis auf dieser Seite: Foto: Ljupoco Smokovski / fotolia

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683014

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683011

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

Tel. 07571 / 3430

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