• Die Kreuzkirche

    Die Kreuzkirche

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Die Kreuzkirche

Nordöstlich von Sigmaringen unterhalb der früheren Graf-Stauffenberg-Kaserne in Richtung Bingen steht die Kreuzkirche. Sie wurde am 17. September 1967 nach nur  einjähriger Bauzeit eingeweiht. Bis zur Schließung der Graf-Stauffenberg-Kaserne und dem Abzug der Soldaten war sie die Heimat der Militärkirchengemeinde. Im Jahr 2016 wurde sie renoviert, ein Jahr darauf feierte sie ihr 50jähriges Jubiläum.

Der warme und kunstvoll gestaltete Innenraum lädt dazu ein, besondere Gottesdienst zu feiern und sich in der Kirche heimisch zu fühlen.

Die freie Raumbestuhlung im Kirchenraum bietet Platz für ca. 300 Personen. Dadurch ist der Gottesdienstraum auch hervorragend für Konzerte geeignet. 

Im unteren Stockwerk gibt es mit drei unterschiedlich großen Gemeinderäumen, einer Küche und einem Büro ausreichend Platz für die Gemeindearbeit. Zum baulichen Ensemble gehört auch das Pfarrhaus bei der Bingener Straße und das ehemalige Soldatenheim, welches bis 2013 der evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung gehörte. 


Besondere Veranstaltungen in der Kreuzkirche

Am 14. Oktober 2018 findet unsere traditionelle Matinee mit dem Posaunenchor und dem Blockflötenkreis in der Kreuzkirche statt.
Wir sind Hoffnung, wir sind Zuflucht, wir sind Vielfalt Herzliche Einladung zum 2. Politischen Nachtgebet 19.10.2018, 19.00 Uhr, Kreuzkirche, Binger Str. 9
Die Hütte – eine Nacht mit Gott Herzliche Einladung zur KircheNacht, der besonderen Nacht zum Reformationsfest 31.10.2018, ab 18:30 Uhr
Ein ökumenischer Abend im Rahmen von „Sigmaringen liest“ mit Musik und biblischen Texten Sonntag, 07. Oktober 2018, 18:00 Uhr Kreuzkirche, Binger Str. 9
Orte in der Kirchengemeinde

Kreuzkirche

Binger Straße 9
72488 Sigmaringen

   07571 - 6852109

Die Kreuzkirche

So finden Sie uns:

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Kunst in der Kreuzkirche

Wenn man die Kreuzkirche von der Ferne sieht, dann fällt zunächst einmal der einfache und steil gehaltene, vom Kirchengebäude getrennt stehende Glockenturm auf. Drei Kirchenglocken befinden sich in seinem Inneren: die große Betglocke, die Kreuz- und Schiedglocke und die Taufglocke. Alle drei Glocken wurden in der Glockengießerei Gebrüder Rincker, Sinn/Dillkreis, gegossen und läuteten im Mai 1969 erstmals vom Glockenturm. Sie sind in den Tönen c, d und f auf das Geläut der benachbarten katholischen St. Fidelis-Kirche abgestimmt.

Das Kirchengebäude selbst ist etwas zurückgesetzt. Auf der linken Seite vor der Eingangstür findet sich der Grundstein: Ein großer Basaltblock, ein vorzeitlicher Findling, in dem ein Kreuz, die Jahreszahl des Baubeginns, 1966, und das Wort Kreuzkirche eingemeißelt ist. Die Kasette mit der Urkunde der Grundsteinlegung befindet sich unter dem Stein. 

Über einige Stufen betritt man durch das große Metallportal den Vorraum der Kirche. Der Kirchenraum selbst hat die Form eines Zeltes. Er ist vollständig in Holz gehalten, was ihm eine große Wärme gibt. 

Im Laufe der Jahre wurde er mit verschiedenen Kunstwerken ausgestattet, die hier im Einzelnen vorgestellt werden sollen.


Die Bilder können durch Klicken vergrößert werden.

Das Portal

Beim Betreten der Kirche fallen zunächst die Türgriffe des Eingangsportals ins Auge. Sie wurden geschaffen von Erich Kaiser, Bermatingen, und stellen die Verleugnung Jesu durch Petrus (außen rechts), Tod und Auferstehung Christi (außen links), die Flucht nach Ägypten (innen links), und die Verkündigung der Weihnachtsbotschaft (innen rechts) dar. 


Das Kreuz

Im Mittelpunkt des Kirchenraumes über dem Altar beeindruckt das große Kreuz. Es wurde 1977 ebenfalls von Erich Kaiser geschaffen, der dazu einen Eichenstamm in der naturgegebenen Form verwendete. Die Reliefs stellen die wichtigsten Ereignisse der Heilsgeschichte dar:

Im Längsbalken von unten nach oben:

Abraham
Abraham kniet mit ausgebreiteten Armen, den Blick nach oben gerichtet. Er hat von Gott den Auftrag, seinen Sohn Isaak zu opfern. Dieses Ereignis stellt der Künstler mit dem auf dem Schoß Abrahams liegenden Isaak, die Hände zum Opfer gebunden, dar. Darunter ein Lamm, das Abraham opferte "an seines Sohnes statt." (1. Mose 22.13)

Mose
Der Prophet und Offenbarer der zehn Gebote. 

David
König in Israel, der Gott lobt. Dichter vieler Pslamen. Sinnbild des dankbaren, lobenden, singenden Menschen.

Maria
Mutter des Herrn. Sinnbild des sich erstaunt in Gottes Willen ergebenenden Menschen.

Christus
Der Aufderstandene. Die Hände weisen die Merkmale der Kreuzigung auf. Dahinter das angedeutete Gesicht. "Siehe ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende". (Mt 28,20)

Querbalken:

Pfingsten
Der Auferstandene wirkt nach Tod und Auferstehung unter seinen Jüngern als Heiliger Geist. Pfingsten ist der Beginn der christlichen Kirche.

Engel der Vollendung
Die Ewigkeit, die Vollendung des Christen, ist mit der Figur des Engels symolisiert.


Der Taufstein

Am 14. Mai 1976 wurde das von Erich Kaiser aus Kupfer gefertigte Taufbecken eingeweiht. Es hat die Form der Weltkugel und stellt die Erde mit den Kontinenten und Ozeanen dar. Ein Spruchband trennt die Kugel in oben und unten und trägt die Worte: "Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker. Taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!" In die untere Halbkugel sind Wellen-Ornamente des Meeres getrieben, zwischen denen sich Fische tummeln. Die obere Halbkugel zeigt das Himmelsgewölbe mit dem weiten, unendlichen Raum. In ihm fliegt ein Schwarm von surrealistischen Vögeln; darunter eine Taube. Auf der Weltkugel steht über allem der auferstandene Christus. Seine ausgebreiteten Arme und die geöffneten Hände sind wie das Antlitz erwartungsvoll nach oben gerichtet. Die obere Halbkugel ist zur Taufhandlung abnehmbar. Im Innern ist die Taufschale in Zinn getrieben und vergoldet. Umlaufend sind die Schlußworte des Trostes und der Gewißheit eingestanzt: "Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,20) Ursprünglich wurde die Erdkugel von einem Kelchfuß getragen. Im Jahr 1985 wurde Bildhauer Josef Henger beauftragt, dem Taufbecken einen festeren Stand zu geben. Vier Engel tragen mit ihren Flügeln die Erdkugel. Die Arme der Engel sind ausgebreitet und die Hände offen. Gleichzeitig symbolisieren sie die vier Winde (Hesekiel 37,9) sprich Himmelsrichtungen, in denen getauft wird. Die Podeste, auf denen die Figuren stehen, sind durch ein irisches Kreuz verbunden. Es weist auf die irischen Mönche hin, die unsere Region missioniert haben. Das Kreuz trägt vier Punkte, die die Wundmale des Gekreuzigten versinnbildlichen. Der Wasserkrug steht im Mittelpunkt des Kreuzes. Das "Fundament" ist in Bronze gegossen. Die kantigen, mitunter bizarren Ausformungen sind typisch für Hengers Kunstschaffen.

Vom gleichen Künstler stammen auch der Osterleuchter mit der Auferstehungsvision von Hesekiel und Jona im Leib des Fisches sowie die Altar-Kerzenleuchter und die Bibelauflage.

“He’s got the whole world in his hand”

Dieser amerikanische Spiritual kam mir spontan in den Sinn, als ich den Taufstein der Kreuzkirche in Sigmaringen zum ersten Mal sah. Die Kirche selbst ist schon eine Besonderheit. 1967 wurde sie als eine der wenigen Militärkirchen vom Stuttgarter Architekten Wolf Irion gebaut. Sie hat die Form eines Soldatenzeltes, unter dem sich das wandernde Gottesvolk zusammenfindet. Von der Decke hängt ein großes hölzernes Kreuz. Auf der linken Seite steht der ca. 120 hohe, von Josef Henge aus Ravensburg geschaffene Taufstein. Gemeinsam mit der ebenfalls von Henge geschaffenen Kanzel und dem Osterkerzenleuchter bildet er eine Einheit.

Er hat die Form einer Weltkugel, auf der der segnende Christus steht und die von 4 Engeln getragen wird. Die Erdteile sind durch Vögel der Hoffnung angedeutet. Unter diesen findet sich auch die Taube, Symbol des heiligen Geistes und des Friedens. So strahlt die Weltkugel eine große Lebendigkeit aus, die noch verstärkt wird durch das Spruchband: „Geht hin in alle Welt…“ (Mt 28,20). Die obere Hälfte der Kugel muss zur Taufe abgenommen werden. Im Inneren wird die Taufschale mit dem Spruch Christi sichtbar: „Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende“. Dadurch wird die Taufe, der Anfang des Lebens, verbunden mit dem Weltende. Jesus Christus ist es, der die Welt trägt und auch mich in seiner segnenden Hand hält.

„….Er hält auch Dich und Mich in seiner Hand.“


Der Ambo


Der Wandteppich

1972 erhielt die Kreuzkirche einen Wandteppich, der an der Gibelwand hinter dem Altar angebracht ist. Er ist aus hochwertigem Velour handgestickt. Der Entwurf stammt von Bildhauer und Maler Fritz Ruoff aus Nürtingen. Er zeigt einen Kreis mit zwei Rotfarben in violett und blau aufgeteilter Fläche. 

Die Paramente

Die Paramente wurden ebendfalls von Erich Kaiser geschaffen. Die Entwürfe stammen von Studierenden der Modefachschule Sigmaringen.

 

Weitere Bilder

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

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