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Posted by Not set - 26.10.2022, 16:55

‚Es wird nicht immer dunkel sein‘

Dieser adventliche Vers soll am Anfang unseres Gemeindebriefs stehen.

Vielleicht kennen Sie ja das Lied, aus dem ich dieses Versprechen entnommen habe. Falls nicht, finden Sie es in den neuen Liedern unter der Nummer 71.

Wenn Sie diesen Gemeindebrief bekommen, liegen längste Nächte noch vor uns, und damit verbunden sicherlich auch viele Fragen: Was kommt im Winter noch auf uns zu? Wie wird es weitergehen mit der Energiekrise und der Inflation? Werden wir das alles gut überstehen?

Die Hirten im Lied von Manfred Siebald greifen all unsere Ängste auf. Ängstlich sorgen sie sich um ihre Herde: Werden alle anvertrauten Tiere die Nacht überleben?

Das Lied lässt dieser Angst nicht viel Zeit. Der Dichter weiß: Gott hat „schon längst“ den Himmel aufgemacht; selbst mitten in der Dunkelheit, Gott hat den Himmel aufgemacht.

Das ist die Weihnachtsbotschaft: Während auf Erden noch Unsicherheit und Ungewissheit herrscht, ist Gottes Plan schon längst angestoßen. Das Weihnachtsevangelium gilt für alle, die im Dunkeln stehen, für alle, die ausgeschlossen sind, für die Traurigen, die Einsamen, die Verachteten. Es gilt für die, die unter dem Krieg leiden und für die, die um ihre Zukunft bangen. Und es lautet: „Gott ist schon längst bei Euch! Ihr seid nicht vergessen! Gott hat Euch nicht vergessen.“

„Da wo die tiefsten Schatten sind, lässt Gottes Licht sich sehn.“ So lautet die erste Zeile der dritten Strophe.

Dieses Licht scheint in einer Krippe in Bethlehem. Es scheint in einem Kind, das in das Chaos der Welt hineingeboren ist, das heranwächst und das den Menschen die frohe Botschaft von der Liebe Gottes verkündet. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12), so heißt es im Johannesevangelium.

Ich selbst hatte lange Zeit meine Schwierigkeiten mit diesem johannäischen ‚Ich bin-Wort‘. Ich habe es vor allem als Forderung gelesen: ‚Nur wenn Du an mich glaubst, wirst Du das ewige Leben haben‘. Heute höre ich es vor allem als Zuspruch: ‚Du brauchst nicht mehr im Dunkeln herumzuirren. Denn ich habe deine Dunkelheit durchdrungen. Ich bin das Licht, das dich in die Gegenwart Gottes bringt, ich kann dir eine Antwort auf dein Fragen und Suchen geben‘. ‚Ich – für dich!‘, so lautet Gottes Evangelium, ‚ich scheine für Dich in der Finsternis‘.

Weihnachten heißt: Gott hat sich für uns in unsere Welt aufgemacht. Er hat seine Wohnung, den Himmel, verlassen, um ganz bei uns zu sein, um uns zu begleiten. Er heilt die verzagten Herzen, er nimmt uns die Angst vor unseren Schatten und er gibt uns das, was er selbst ist: seine unendliche Liebe.

Diese Liebe verändert die Welt. Vor kurzem habe ich ein Zitat von Martin Luther King gelesen, das für mich wie eine Fortsetzung dieses Weihnachtslichtes ist. „Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben, das kann nur die Liebe.“ Martin Luther King hat diesen Satz in die dunkle Zeit der Rassenunruhen hineingesprochen. Gegen den Hass hat er nicht Gewalt gesetzt, sondern Liebe. Wer die Liebe Gottes empfängt, der kann sie weitergeben, als Friedenszeichen, als Zeichen der Solidarität mit allen, die im Dunkeln stehen. Wärme in Wort und Tat, Zuversichtsspender und Hoffnungsgeber, das dürfen wir Christinnen und Christen sein. Denn Gott hat den Himmel aufgemacht, schon längst.

Matthias Ströhle

 


 
Von Chris 73 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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