• slide

Begegnungen und Gespräche

Die Gruppe "Begegnungen und Gespräche" wurde im August 1994 gegründet.

Die Mitarbeiterinnen, Daniela Fieber, Gerline Gulde, Katharina Kolep, Irene Metzler, Inge Spörl und Ingrid Traub, freuen sich auf Besucher, die sich kennenlernen möchten und Interesse an guten Gesprächen und ansprechenden Themen haben.

Die Nachmittage starten mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Danach beginnt ein abwechlsungsreiches und vielfältiges Programm. Verschiedene Referenten, viele aus unserer Gemeinde, sprechen über theologische und literarische Themen. Bekannte Persönlichkeiten werden vorgestellt. Reiseberichte und aktuelle Informationen runden das Angebot ab. Jährlich organisieren wir einen Ausflug. 

Zielgruppe: Alle sind herzlich eingeladen, die Interesse an spannenden Themen haben.

Ort und Zeit: Die Treffen finden von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr, jeweil am zweiten und vierten Donnerstag im Monat statt. In der Fereinzeit und an Feiertagen ist kein Zusammensein möglich.

 

Aktuelle Veranstaltungen

Thumbnail for „Geraubte Heimat“ - Zum bitteren Schicksal der jüdischen Familie Frank
Posted by Pfarrer Micha Fingerle - 23.04.2020, 16:00

Donnerstag, 23. April 2020,
Ev. Gemeindehaus, 16-18 Uhr
Vortrag des Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber

Unter dem Titel „Geraubte Heimat“ berichtet Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Sigmaringen in der Reihe „Begegnungen und Gespräche“  vom bitteren Schicksal der jüdischen Familie Frank aus Sigmaringen in der NS-Zeit.
Die bewegende Familiengeschichte in einer Zeit des Unrechts und der Gewalt wurde als Beitrag zum Kulturschwerpunkt „Migration und Integration im Landkreis Sigmaringen“ Ende 2010 mit großem Publikumsinteresse erstmals in Sigmaringen vorgestellt und anschließend in der „Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte“ veröffentlicht.
Die ursprünglich aus Buttenhausen bei Münsingen stammende Familie Frank ist vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1938 rund ein halbes Jahrhundert zunächst in Laiz und sodann in Sigmaringen ansässig und hier zunächst im Brauereiwesen und daraufhin in der Möbelherstellung, im Autohandel sowie im Immobiliengeschäft unternehmerisch tätig. Die Brauereiinhaber Sigmund und Gustav Frank und in der Folge die Fabrikanten Siegfried und Karl Frank sind angesehene Angehörige der Sigmaringer Bürgerschaft, ihre Kinder besuchen als einzige Juden das damalige Staatliche Gymnasium.
Der Vortrag schildert, wie die Familie in den 1930er Jahren unter dem Einfluss der nationalsozialistischen Rassenpolitik ihr soziales Netz verliert, in der Stadtgesellschaft isoliert wird, ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlagen beraubt und ausgeplündert wird. Schließlich wird die Familie mit massiven Repressionen und Gewalt aus ihrer hohenzollerischen Heimat vertrieben und in die Emigration gezwungen.
Der Kreisarchivar beleuchtet damit auch anhand vieler Bilddokumente ein bedrückendes Kapitel der Sigmaringer Stadt- und hohenzollerischen Landesgeschichte.

Für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat von Sigmaringen gab die Aufarbeitung des den früheren Mitbürgern zugefügten Unrechts 2012 den Anstoß, vor dem einstigen Wohn- und Geschäftshaus der Franks in der Karlstraße vom Künstler Gunter Demnig Begegnungen und Gespräche sog. „Stolpersteine“ verlegen zu lassen und dazu die damals 94jährige Lisa Heyman geb. Frank mit ihren Kindern und weiteren Verwandten aus Amerika in die unvergessene alte Heimat einzuladen. Dieses Zeichen ihrer Heimatstadt gegen das Vergessen bedeutete der alten Dame sehr viel. Im Dezember 2016 ist sie mit fast 99 Jahren in der Obhut ihrer Tochter Patsy in Florida verstorben, ein Nachruf auf diese tapfere und zur Vergebung fähige Frau erschien auch im Sigmaringer Stadtspiegel und in der Lokalpresse.

Referent: Dr. Edwin Weber, Kreisarchivar, Sigmaringen

Thumbnail for Besuch der Burghöhle und Ruine von Dietfurt
Posted by Pfarrer Micha Fingerle - 14.05.2020, 15:00

Donnerstag, 14. Mai, (im Rahmen von Begegnungen und Gespäche)
Treffpunkt: 15 Uhr Bergwacht, Dietfurt
Referentin: Daniela Fieber, Sigmaringendorf

Von den Höhlen im oberen Donautal hebt sich die Burghöhle von Dietfurt vor allem durch ihre exponierte Lage ab. Diese bedingte, dass Menschen zu allen Zeiten, d.h. vom Ende der Altsteinzeit bis in die Neuzeit, die Höhle immer wieder nutzten.
In der oberen Höhlenhalle wurden interessante archäologische Funde ausgegraben. In der mittleren und unteren Höhlenhalle hielten die Neutempler, ein rassistischer und antisemitischer Männerbund, ab 1929 ihre Gottesdienste und Seancen ab. Die bauliche Ausgestaltung der Höhle durch den Orden ist nahezu unverändert erhalten.


Wer nach der Besichtigung der Höhle noch Kraft und Interesse hat, kann den stauferzeitlichen Bergfried besteigen und einen fantastischen Blick über das obere Donautal genießen.
Im Anschluss daran trinken wir gemütlich Kaffee im Burggraben.


Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Bergwachthütte in Dietfurt.


Wer eine Mitfahrgelegenheit benötigt, meldet sich bitte bei Inge Spörl Tel. 07571/64312.

Abfahrt für die Mitfahrenden ist dann um 14.30 Uhr in der Karlstraße 24, auf dem Parkplatz vor der Kirche.
Referentin: Daniela Fieber, Sigmaringendorf

Thumbnail for Johannes Kepler (1571-1630)
Posted by Pfarrer Micha Fingerle - 28.05.2020, 16:00

Donnerstag, 28. Mai, 16-18 Uhr,
Ev. Gemeindehaus
Referentin: Dr. Dorothee Schlunk, Tübingen


Johannes Kepler (1571-1630)

Am 27.12.1571 kam in Weil der Stadt der Astronom Johannes Kepler zur Welt. Er entdeckte die Gesetze der Planetenbewegungen, die seinen Namen tragen und bis heute gelten. Auch die Raumfahrt des 20. und 21. Jahrhunderts ist ohne die Keplerschen Gesetze nicht denkbar. Visionär sah Kepler die Raumfahrt voraus: „Man schaffe Schiffe und Segel, die sich für die Himmelsluft eignen. Dann wird es auch Menschen geben, die vor der öden Weite des Raumes nicht zurückschrecken werden.“ Jahrelang hielt ihn der Hexenprozess, der gegen seine Mutter Katharina Kepler geführt wurde, in Atem.
Dorothee Schlunk berichtet über Johannes Kepler, der sein Leben und Wirken im Spannungsfeld zwischen Reformation, Gegenreformation und Dreißigjährigem Krieg zubrachte, und 1630 in Regensburg starb.

Referentin: Dr. Dorothee Schlunk, Tübingen

Thumbnail for Jüdisches Leben in Hechingen
Posted by Pfarrer Micha Fingerle - 25.06.2020, 16:00

Donnerstag, 25. Juni, 16-18 Uhr,
Ev. Gemeindehaus,
Referentin: Pfarrerin i.R. Ilse Hornäcker, Sigmaringen

Der Beginn jüdischen Lebens in Hechingen geht ins 15. Jahrhundert zurück. Aus wirtschaftlichem Interesse der Grafen von Zollern wur-den Juden in der Stadt durch Judenschutzbriefe angesiedelt. 1544 umfasste die jüdische Gemeinde Hechingens 10 Familien, 1842 war sogar jeder 4. Einwohner der Zollernstadt jüdischen Glaubens.
Jüdische Unternehmer begannen 1850 mit der Industrialisierung Hechingens. Aber die Geschichte der Hechinger jüdischen Gemeinde ist sehr wechselvoll. Es ist eine Geschichte zwischen Akzeptanz und Ausgrenzung. Und unter der Nazidiktatur wurde jüdisches Leben auch in Hechingen systematisch ausgelöscht.

Ilse Hornäcker, 1993-2006 Pfarrerin in Hechingen, wird über Spuren jüdischen Lebens in der Zollernstadt berichten und vom Umgang mit dieser Geschichte erzählen.

Referentin: Pfarrerin i.R. Ilse Hornäcker, Sigmaringen

Thumbnail for Ausflug nach Hechingen
Posted by Pfarrer Micha Fingerle - 09.07.2020, 12:00

Donnerstag, 09. Juli, (im Rahmen von Begegnungen und Gespräche)
Ausflug nach Hechingen

Der Halbtagesausflug steht unter dem Motto:
Jüdisches Leben in Hechingen.

Neben dieser besonderen Stadtführung besucht die Gruppe auch die Synagoge und den jüdische Friedhof.
Die Fahrt erfolgt mit dem Bus.

Abfahrt um 12 Uhr KVB Firmengelände, Gorheimer Allee, und
12.05 Uhr Busbahnhof Sigmaringen.

Die Führung und die Besichtigungen dauern gut zwei Stunden.
Danach ist ein Kaffeetrinken geplant.
Rückfahrt um 17 Uhr in Hechingen; voraussichtliche Ankunft in Sigmaringen 18 Uhr.
Anmeldungen im Ev. Gemeindebüro (07571-693010) bis Ende Juni.

Begegnungen und Gespräche

Inge Spörl

Im Mückentäle 29
72488 Sigmaringen

   07571 - 64312


Im Team mit:
Daniela Fieber, Gerline Gulde, Katharina Kolepp, Irene Metzler, Inge Spörl und Ingrid Traub

Bildnachweis auf dieser Seite: gänseblümchen / pixelio.de

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683014

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683011

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

Tel. 07571 / 3430

Top