• Ev. Kirchengemeinde <br>Sigmaringen

    Ev. Kirchengemeinde
    Sigmaringen

    Evangelische Stadtkirche

  • Ev. Kirchengemeinde <br>Sigmaringen

    Ev. Kirchengemeinde
    Sigmaringen

    Kreuzkirche

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Ein tabellarischer Überblick über die Geschichte der Kirchengemeinde

1855    

Bildung eines Vorläufigen Kirchenvorstands. Damit hat Sigmaringen als erste Kirchengemeinde innerhalb der heutigen Grenzen der Württ. Landeskirche einen für die Belange der Gemeinde voll verantwortlichen und entscheidungsbefugten "Kirchengemeinderat".

5.6.1861    

Errichtung zweier evangelischer Pfarrsysteme in Hohenzollern: Sigmaringen und Hechingen (mit Filiale Haigerloch). Die Kirchengemeinde Sigmaringen reicht jetzt nur noch von Gammertingen im Norden bis zum Hohenfelser Land im Süden.
Die Gemeinden gehören der preussischen Landeskirche nicht an. Das Recht, bei ihren Mitgliedern Pflichtbeiträge zu erheben haben sie nicht. Wirtschaftlich sind sie angewiesen auf freiwillige Gaben der Gemeindeglieder, Gnadengeschenke des Königshauses, freiwillig gewährte Zuschüsse aus dem Kollekten-Fonds der preussischen Landeskirche und Zuwendungen des Gustav-Adolf-Vereins.

1861/62    

Bau der Evang. Stadtkirche und des Pfarrhauses. Den Grund hat Fürst Karl Anton von Hohenzollern gestiftet, die Baukosten übernimmt König Friedrich Wilhelm IV. von Preussen.

1868    

Einrichtung einer Evang. Volksschule im Pfarrhaus. Diese wird als öffentliche Schule anerkannt. Damit beginnen die Auseinandersetzungen mit der Stadt Sigmaringen um die Unterhaltspflicht, die sich über vier Jahrzehnte hinziehen.

1874    

Ephoralsprengel Hohenzollern: der Sigmaringer Pfarrer C. Nitzsch wird Dienstvorgesetzter der Pfarrer von Hechingen und Haigerloch und führt den Titel Superintendent. Die Gemeinden behalten aber ihre Selbständigkeit und gehören nach wie vor nicht zur Landeskirche. Das Recht, sich zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen zu einer Synode zusammenzuschiessen, wird ihnen ausdrücklich verwehrt. Im Grunde haben die drei Kirchengemeinden in Hohenzollern zu dieser Zeit denselben Status wie die deutschen evangelischen Auslandsgemeinden in Rio de la Plata und Beirut.

1880/81    

Bau der Evang. Schule, erweitert 1889 - heute Gemeindehaus.

1889    

Einrichtung eines ständigen Vikariats in Sigmaringen, das bis 1980 besteht.

1896    

Einrichtung einer Gemeindeschwesternstation, die mit zwei Diakonissen aus dem Mutterhaus Freiburg besetzt wird.

1889    

Kreissynodalordnung für Hohenzollern. Die mittlerweile fünf hohenzollerischen Gemeinden bilden miteinander den Selbständigen Kirchenkreis der Hohenzollerischen Lande innerhalb der Evang. Landeskirche der älteren Provinzen der Monarchie, seit 1922 Evang. Kirche der altpreussischen Union - gewissermassen eine eigenständige Provinzialkirche ohne eigene Kirchenleitung. Der Kirchenkreis ist der Dienstaufsicht der rheinischen Kirchenbehörden unterstellt, ohne jedoch ein Teil der Evang. Kirche im Rheinland zu sein.
Mit dieser Neuordnung, die am 1.1.1899 in Kraft tritt, erhalten die Gemeinden das Steuerrecht; sie werden aber auch zu den Lasten der Landeskirche herangezogen.

1908  

Auf Grund des preussischen Schulunterhaltungsgesetzes vom Jahr 1906 geht die Evang. Volksschule in die Trägerschaft der Stadt über. Damit hat zwar der Streit mit der Stadt ein Ende. Die Gemeinde verliert aber entschädigungslos ihr gesamtes Schulvermögen und damit auch das Schulhaus, das sie jedoch 1912 wieder zurückkaufen kann.

1909    

Die Kirchengemeinde übernimmt die Trägerschaft einer nominell paritätischen, aber nur von evangelischen Schülerinnen besuchten Höheren Töchterschule, die seit den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts besteht.

1910    

Bau der Kirche in Straßberg, die bis zum heutigen Tag Eigentum der Kirchengemeinde Sigmaringen ist.


1914    

Am Epiphaniasfest nimmt zum letzten Mal Kaiser Wilhelm II. am Gottesdienst in der Evang. Stadtkirche teil. Superintendent J. Theobald wird danach von S. M. "in längerer huldvoller Audienz auf dem Schlosse empfangen."
Die Kirchengemeinde zählt jetzt etwa 1200 Glieder. Predigtstellen sind Sigmaringen, Straßberg und Wald, Krauchenwies wird wegen zu geringer Beteiligung aufgegeben.

1920    

Die finanzielle Not nach dem 1. Weltkrieg ist gross. Der Kirchensteuersatz steigt 1929 auf über 30 % der Staatssteuern - der höchste im gesamten Bereich der Evang. Kirche der altpreußischen Union. 1927 wird die Höhere Töchterschule aufgegeben, da sie keine Staatszuschüsse mehr erhält und 1929 auch die Gemeindeschwesternstation, die nicht mehr finanziert werden kann.

1933    

Eigenwillig verhalten sich die Gemeinden Hohenzollerns im Kirchenkampf. Der deutschchristlichen Kirchenleitung in Berlin bzw. Koblenz/Düsseldorf hält man die Treue, verweigert aber gleichzeitig den Deutschen Christen kirchliche Räume für deren Veranstaltungen. Vikare, die sich der Bekennenden Kirche anschliessen, werden unverzüglich nach Hause geschickt. - Die Diaspora-Situation soll nicht durch kirchenpolitische Kämpfe verschärft werden.

1945    

Der Württ. Oberkirchenrat übernimmt nach Kriegsende kommissarisch die Kirchenleitung für Hohenzollern, "bis die Verkehrsverbindung mit dem Rheinland wieder besser werden."


1947    

richtet der Kirchenkreis eine Stelle des Evang. Hilfswerks zur Betreuung der vielen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge im Gemeindehaus ein. Die Zahl der Gemeindeglieder steigt bis 1950 von etwa 1200 auf über 2350 an.

1.4.1950       

Eingliederung der hohenzollernschen Gemeinden in die Evang. Landeskirche in Württemberg.

1956    

Weihe der neuen Glocken. Am Tage der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht zieht Pfarrer Manfred Stohrer eine schwarze Fahne am Kirchturm auf.

1959    

Sigmaringen wird Sitz eines evang. Militärpfarrers.

1962    

Renovierung der Stadtkirche

1964    

Bildung einer rechtlich selbständigen Militärkirchengemeinde. Die Soldaten und deren Familienangehörige gehören nicht mehr zur Evang. Kirchengemeinde Sigmaringen.

1967    

Die Militärkirchengemeinde erhält ihre eigene Kirche, die Kreuzkirche.

1980    

Errichtung des Pfarramtes II

1983    

Neue Orgel mit 21 Registern in der Stadtkirche

1992-94    

Die seit dem Rückkauf des ehemaligen Schulhauses im Jahr 1912 erträumte, aus finanziellen Gründen aber nie realisierte Umgestaltung des Gebäudes zu einem richtigen funktionsfähigen Gemeindehaus wird endlich Wirklichkeit.

1994    

Errichtung einer hauptamtlichen B-Kirchenmusikerstelle an der Stadtkirche

1999  

Renovierung der Kirche unter stilistischer Hinwendung an die Neogotik.

2007 - 2009    

Aussenrekonstruktion der Stadtkirche, Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Stadtkirche.

2013  

 Am 1. Advent wählen die Mitglieder der Kirchengemeinde und der zu diesem Tag von Militär- und Landesbischof aufgelösten Militärkirchengemeinde einen gemeinsamen Kirchengemeinderat.

2015    

Renovierung v.a. des Daches der Kreuzkirche und Außenrenovierung des Gemeindehauses. Die Kirchengemeinde bietet ausser dem Sprachkurs für Zugewanderte (seit 1998) weitere Möglichkeiten zum Spracherwerb (DialogCafé, u.a.) für Flüchtlinge aus der Erstaufnahmestelle in der Kaserne an. Ein syrisch-orthodoxer Gottesdienst findet in der Kreuzkirche statt in arabisch, aramäisch und deutsch.

 

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

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