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Die Albiez-Orgel in der Ev. Stadtkirche

Die Orgel in der Ev. Stadtkirche Sigmaringen wurde am Sonntag Exaudi, den 15. Mai 1983, in einem Festgottesdienst eingeweiht. Sie stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Winfried Albiez. Die Disposition stammt von KMD Gerhard Rehm in zusammenarbeit mit Winfried Albiez. Die Prospektgestaltung hatte Orgelbau Albiez nach einem Vorentwurf von Gerhard Rehm inne.


Die Register der Orgel

I. Manual (Hauptwerk)
Prinzipal 8´
Rohrgedeckt 8´
Oktav 4´
Spitzflöte 4´
Sesquialter 2f. 22/3´ und 13/5´ (mit Vorabzug)
Flöte 2`
Mixtur 4f. (Vorabzug aus Mixtur Prinzipal 2´)
Trompete 8´
 

II. Manual (Rückpositiv)
Gedeckt 8´
Salizional 8´ (Nachgebaut in 2000)
Prinzipal 4´
Spitzgedeckt 4´
Oktave 2´
Hörnle 2f. 11/3´ und 4/5´(mit Vorabzug) 
Scharff 3f. (Vorabzug aus Scharff Oktävlein 1´)
Krummhorn 8´
Tremulant 

Pedalwerk ´
Subbaß 16´
Oktavbaß 8
Gedecktbaß 8´
Choralbaß 4´
Rauschbaß 3f. 22/3
Fagott 16´

Pedalwerk
Subbaß 16´
Oktavbaß 8
Gedecktbaß 8´
Choralbaß 4´
Rauschbaß 3f. 22/3
Fagott 16´

 

 

Spielhilfen
Koppeln: I/II, I/P, II/P und Mech. Pleno als Tritt

Kantor

S.Lee.jpg
Sukwon Lee

Karlstraße 30
72488 Sigmaringen

 

   07571 - 754111

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Hörbeispiele

Zur Geschichte der Orgeln in der Ev. Stadtkirche

Schon früh spielte die Kirchenmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde Sigmaringen eine herausragende Rolle. Die erste Kirchenorgel stammte aus der Orgelbau-Werkstatt Klinger aus Stetten bei Haigerloch.

Nach dem Ersten Weltkrieg erwies sich ihre Instandsetzung als dringend nötig, kam aber wegen der Inflationsjahre erst um 1927 zum Abschluss. Zum 100-jährigen Jubiläum 1962 konnte eine weitere Orgelrenovierung nicht finanziert werden, sodass Pfarrer Vincon 1983 die Anschaffung einer neuen Orgel in die Wege leitete.

Auch zu diesem Zeitpunkt gestaltete sich die Finanzierung schwierig. Viele Gemeindeglieder beteiligten sich mit Spenden, dem Kauf von Orgelpfeifen und dem Verkauf von Bastel- und Handarbeiten, die bei Gemeindeaktivitäten hergestellt wurden, an der Aufstockung von Eigenmitteln. So konnte der Bau der Albiez-Orgel mit 21 Registern in Auftrag gegeben und die neue Orgel 1983 eingeweiht werden.

 

Der Orgelbauer Winfired Albiez

Winfried Albiez stammte aus einer traditionsreichen Orgelbauerfamilie. Er wurde Schüler der Orgelbaufirma Walcker; darüber hinaus arbeitete er bei den Firmen Rieger (Schwarzach/Vorarlberg) und bei der niederländischen Orgelbaufirma Verschueren in Heythuysen (Provinz Limburg).

Nach seiner Meisterprüfung im Jahr 1969 machte er sich in Lindau selbständig. Innerhalb von 15 Jahren erreichte die Werkstatt mit etwa 18 Mitarbeitern im deutschen Orgelbau der 1970er Jahre einen qualifizierten Platz. Aus dieser Werkstatt stammen über 60 vielbeachtete Orgelwerke, vor allem für katholische Kirchen in Süddeutschland.

Zu den Eigenarten seiner Instrumente zählen das Koppelmanual, die «atmende Windversorgung» und eine Klang- und Prospektgestaltung, die den damaligen Zeitgeschmack treffend zum Ausdruck brachte. Albiez entwickelte das Konzept einer Modellorgel, die es durch verschiedenartige Kombination vorkonstruierter Module ermöglichte, Instrumente mit 10 bis 20 Registern zu einem deutlich reduzierten Preis anzubieten.

Nach dem Freitod des Inhabers stand die Firma vor der Auflösung und wurde 1985 von Orgelbau Vleugels übernommen.

Quelle: Wikipedia
Bildnachweis auf dieser Seite:  Slider 1: Foto Löbe

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

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