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Presserundschau

Thumbnail for Investitur von Pfarrerin Kathrin und Pfarrer Micha Fingerle
Posted by Matthias Ströhle - 21.01.2018, 16:56

Am 21. Januar 2018 fand um 15:00 Uhr die Investitur unseres stellenteilenden Pfarrerehepaars Fingerle statt. Unter dem Klang des Posaunenchors zogen Dekan Widmann mit den zu investierenden Pfarrern Kathrin und Micha Fingerle, ihren Sprechern Christine Wandel und Christian Walentin, den Pfarrerkollegen Codekanin Dorothee Sauer und Pfarrer Matthias Ströhle, sowie dem Besetzungsgremium des Kirchengemeinderats feierlich in die Kirche ein. Die Lieder, die das Pfarrerehepaar Fingerle ausgesucht hatte, und die Musik der Jugendband sowie die Orgelmusik bildeten mit dem Lesungstext aus Jesaia 55, Verse 8 bis 11 einen theologischen Rahmen. Nach der Hohenzollerischen Liturgie und dem Glaubensbekenntnis leitete Dekan Widmann die Investitur mit einer sehr persönlich gehaltenen Ansprache an Pfarrerin Kathrin und Pfarrer Micha Fingerle ein. Er verlieh seiner großen Freude Ausdruck, dass sich das Ehepaar Fingerle für die Pfarrstelle in Sigmaringen entschieden habe und wünschte beiden viel Energie bei ihrem Dienst in der Sigmaringer Gemeinde. Im Kreis des im Altarraumes versammelten Besetzungsgremiums verlas Dekan Widmann die Verpflichtungserklärung der beiden zu Investierenden und nahm ihnen die Verpflichtung ab. Nacheinander erteilte er beiden den Segen. Die Sprecher des Ehepaars Fingerle, richteten an die Investierten und die Gemeinde Worte zum theologischem Werdegang des Ehepaars und zu ihren persönlichen Eigenschaften, die es ihnen gewiss ermöglichen würden, in ihrem Beruf Erfüllung zu finden und dessen Anforderungen gerecht zu werden. Die Einführung der beiden Pfarrer fand mit einem Gebet Dekan Widmanns ihren Abschluss. Die Dialogpredigt von Pfarrerin Kathrin und Pfarrer Micha Fingerle folgte in zwei Abschnitten den 15 Strophen des Lieds von Paul Gerhard „Nun lasst uns gehn und  treten“, Kirchengesangbuch Nr. 58. Der erste Teil ihrer Predigt beschäftigte sich mit der menschlichen Angst in den Gefahren des Lebens, aber auch von der Gewissheit, dass Gottes Schutz allgegenwärtig ist. Der zweite Teil der Dialogpredigt reflektierte, inwiefern „Singen und Beten“ der Gemeinde als Kraftquelle dienen kann. Dem Vaterunser gingen die Fürbitten von Kirchengemeinderäten, sowie dem Kollegenehepaar voraus und wurde gefolgt von einem Kanon zur Jahreslosung, den Kantor Sukwon Lee mit der Gemeinde humorvoll einstudierte. „Meine Hoffnung und meine Freude“ sang die Gemeinde, bevor ihr von Pfarrerin Kathrin und Pfarrer Micha Fingerle gemeinsam der Segen erteilt wurde. Zum Orgelspiel von Kantor Lee erfolgte der feierliche Auszug.

Die Begrüßung der Gäste beim Stehempfang im Ev. Gemeindehaus übernahm Sauer und Pfarrer Ströhle. Sie freute sich, dass das Ehepaar Fingerle auf die Pfarrstelle des Pfarramts III investiert wurde und betonte, wie sehr sie sich – vor allem während der Vakatur – für die Gemeinde eingesetzt hätten. Danach übernahm Pfarrer Ströhle die Moderation der Grußworte. Als erster ergriff Bürgermeister Schärer auch im Namen der Kollegen aus den umliegenden Gemeinden das Wort. Er gab dem Wunsch Ausdruck, dass das Pfarrerehepaar seinen Dienst an der Gemeinde in einer guten Atmosphäre verrichten könne und lud sie ein, sich bei Bedarf jederzeit an ihn zu wenden. In seiner Vorschau auf die Herausforderungen der kommenden Jahre betonte er, wie wichtig – z. B. bei der Integration der Flüchtlinge – christliche Werte wie Nächstenliebe, aber auch Toleranz gegenüber Andersgläubigen seien. Als Geschenk hatte er einen selbstgebackenen Berner Hefezopf mitgebracht, dessen zwei Stränge für das politische Gemeinwesen und für die Kirchen stehen würden. Die Einheit beider führe zu einer guten Gestaltung der Gesellschaft in Sigmaringen. Für die Seelsorgeeinheit sprach Pfarrer Dr. Liviu. Sein Fazit war, Kirche wachse heute dort, wo Menschen wie das Ehepaar Fingerle stehen würden. Er wünschte ihnen im Namen der Seelsorgeeinheit Gottes Segen für ihr Wirken.

Für die Schulen, in denen sie Unterricht erteilen, verlieh Schulleiter Hardy Fredrich seiner Freude Ausdruck, dass das Pfarrerehepaar wieder Religionsunterricht erteile. In Anlehnung an Anselm Grün gab er zu bedenken, dass Kinder Antworten wollten in Bezug auf Glaube, Liebe, Hoffnung, das bedeute, dass man Herz und Verstand ansprechen müsse, um Zuversicht zu vermitteln. Damit würden die beiden Pfarrer nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und die Kollegen in den Schulen erreichen. An der Symbolik des für das Pfarrerehepaar mitgebrachten japanischen Blumengrußes erklärte der Schulleiter das Streben nach Höherem und das am Licht orientierte Wachstum. Pfarrerin und Pfarrer Fingerle seien Menschen, an denen sich andere orientieren und ihnen nachstreben könnten. Für den gemeinsamen Wirkungskreis Schule wünschte er ihnen spirituelle Kraft und freudige Gelassenheit.

Dem folgte das Grußwort der Sigmaringer Kollegen, Codekanin Sauer und Pfarrer Ströhle. Gemeinsam gratulierten sie zur ersten selbständigen Stelle und bezeichneten das Ehepaar Fingerle als beste Kollegen, die man  sich vorstellen könne. Sie drückten ihre Freude darüber aus, dass die Zukunft der Gemeinde gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat gestaltet werden könne. In allen Herausforderungen liege eine Chance, die man ergreifen solle. Gemeinsam überreichten sie als Geschenk eine Spielidee in Form eines Geschenkkorbs, dessen Inhalt sie nach seiner Symbolik erläuterten.

Die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Christl Lührs-Trugenberger dankte dem Ehepaar Fingerle für seine Entscheidung, sich in Sigmaringen investieren zu lassen und die Pfarrstelle III anzunehmen. In einem Rückblick fasste sie die großen Herausforderungen zusammen, denen sich das junge Pfarrerehepaar als Berufsanfänger gestellt habe, sowie die Neuerungen, die sie mit vorangebracht hätten. Besonders stellte sie deren konzentrierte Arbeit und die immer zuvorkommende Freundlichkeit heraus, wie auch die Übernahme der Verantwortung für die Gemeinde durch Pfarrer Fingerle während der Vakatur, die allenfalls mit der Hilfe von Pfarrerin Ilse Hornäcker zu leisten gewesen sei. Unter Bezugnahme auf den Lesungstext des Gottesdienstes wünschte sie den neu investierten Pfarrern alles Gute und Gottes Segen. Das Geschenk der Gemeinde war ein Obstbaum für den neu angelegten Garten des Pfarrhauses am Riedbaum. Abschließend bedankte sich das Ehepaar Fingerle für die wertschätzenden Grußworte. Sie würden sich gerne an den fröhlichen Beginn ihres Dienstes in Sigmaringen erinnern und seien ebenso gerne weiter mit allen unterwegs. Sie richteten ihren Dank an die beiden Kollegen für die sehr gute Zusammenarbeit sowie an den Kirchengemeinderat und drückten ihre Vorfreude auf das weitere Miteinander aus.

 

 

Thumbnail for Jauchzet! Frohlocket!
Posted by Matthias Ströhle - 19.12.2017, 15:26

Die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde Sigmaringen unter der Leitung von Sukwon Lee hat am Sonntagabend in der Kreuzkirche die letzten drei Teile des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach aufgeführt. 38 Chormitglieder und 22 Musiker überzeugten das Publikum der voll besetzten Kirche mit einer quasi-professionellen und inspirierten Darbietung, obgleich viele der Sänger und Musiker nicht beruflich Musik machen.

Die evangelische Pfarrerin und Codekanin Dorothee Sauer sagte, dass die Aufführung etwas ganz Besonderes sei, weil nun, nachdem vor zwei Jahren im selben Rahmen die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums aufgeführt worden waren, das Stück komplett zu Gehör käme. Auch zu Bachs Zeiten sei der Zyklus der sechs Kantaten nie von Anfang bis Ende als Ganzes aufgeführt worden, sondern immer nur in Teilen. Bach hatte je eine Kantate für die (damals noch drei) Weihnachtsfeiertage sowie für Neujahr, den Sonntag nach Neujahr und das Epiphaniasfest am 6. Januar komponiert.

Das Weihnachtsoratorium wurde zum ersten Mal am 25. Dezember 1734 in den Gottesdiensten der beiden Leipziger Hauptkirchen St. Thomas und St. Nikolai aufgeführt. „Das Weihnachtsoratorium ist viel mehr als nur ein Konzert. Es verkündet Gottes Wort“, sagte Sauer. Sie appellierte an das Publikum dafür nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch ein offenes Herz zu haben. Das schien ein Leichtes zu sein, denn die Melodien der einzelnen Lieder sind an sich schon sehr erhebend und eingängig. Und in der Kreuzkirche wurden sie von den Sängern und Musikern auch noch in einer perfekten Harmonie dargeboten. Wie für Kantaten üblich, wechseln auch im Weihnachtsoratorium, das zu Bachs Lebzeiten noch gar nicht so hieß, Choräle mit Arien und Rezitativen ab.

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Thumbnail for Der Krankenhausbesuchsdienst feiert sein dreißigjähriges Jubiläum
Posted by Matthias Ströhle - 28.11.2017, 21:05

Krankenhausbesuchsdienst.jpg„Wir freuen uns über 30 Jahre Krankenhausbesuchsdienst. Unzählige Besuche haben Sie wahrgenommen und mit den Menschen viel erlebt: Lachen und Weinen, Zuhören und Reden.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Sauer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhausbesuchsdienstes am 12. November 2017 zum Jubiläumsgottesdienst und leitete damit – nach der Jubiläumsfeier des Kindergartens, der Kreuzkirche und der 500-Jahrfeier der Reformation – den Abschluss der Jubiläen im Jahr 2017 ein.


Vor 30 Jahren wurde der Besuchsdienst als Umsetzung des uralten – auch biblischen – Gedankens, gegründet, dass es Aufgabe von Gemeinde oder Gemeinschaft ist, Menschen zu besuchen und zu sehen. Gerade auch dann, wenn sie sich in außergewöhnlichen Lebenssituationen befinden. Schnell fand sich auf den Aufruf von Pfarrer Mildenberger eine Gruppe von Gemeindegliedern zusammen, die bereit war im Krankenhaus Woche für Woche die Patienten, die es wollten, zu besuchen. Den Weg in die „Krankenhauswelt“ ebneten dabei zwei Gemeindeglieder: Paul Reusch, damals Leiter der Krankenpflegeschule, und Mira Mildenberger, Angestellte in der Verwaltung. Gespräche mit Klinikleitung, Ärzten und Pflegepersonal schafften schnell ein Klima des Vertrauens, so dass der Krankenhausbesuchsdienst zu einem festen Bestandteil der Arbeit im Krankenhaus geworden ist.

Einige der damaligen Besuchsdienstmitglieder sind noch heute mit großem Einsatz dabei. Sie alle verstehen ihre Arbeit nicht nur als Krankenbesuchsarbeit, sondern auch als Sorge für die Seele. Dies zeigten die Mitarbeiter durch Symbole, die sie während des Jubiläumsgottesdienstes vorstellten, zum Beispiel eine Sanduhr für die Zeit, ein Engel für die Begleitung, Seifenblasen für alles Bunte und das Lachen, Steine für das Schwere, eine Kerze für das Licht und die Hoffnung. Neben der seelsorgerlichen Arbeit war der Gruppe von Anfang an die gründliche Vorbereitung der Mitarbeitenden wichtig. Dies geschieht zum einen auch heute noch durch die Begleitung des Besuchsdienstes durch die evangelischen Pfarrer. Neben Ulrich Mildenberger waren dies unter anderem die Gemeindepfarrer Helmut Müller und Gudrun Berner, die beide beim Jubiläumsgottesdienst mitfeierten. Zudem erhalten die Mitglieder die Möglichkeit, an umfassenden Schulungen teilzunehmen. Letzteres war der Anlass für ein weiteres erfreuliches Ereignis am Festtag: Jana Böhm, eine der Mitarbeiterinnen, konnte die Urkunde für die bestandene Krankenhausseelsorgeausbildung der Ev. Landeskirche in Württemberg überreicht werden.
 

Bildnachweis auf dieser Seite: Foto: Ljupoco Smokovski / fotolia

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683014

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683011

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

Tel. 07571 / 3430

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