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Presserundschau

Thumbnail for Der Krankenhausbesuchsdienst feiert sein dreißigjähriges Jubiläum
Posted by Matthias Ströhle - 28.11.2017, 21:05

Krankenhausbesuchsdienst.jpg„Wir freuen uns über 30 Jahre Krankenhausbesuchsdienst. Unzählige Besuche haben Sie wahrgenommen und mit den Menschen viel erlebt: Lachen und Weinen, Zuhören und Reden.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Sauer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhausbesuchsdienstes am 12. November 2017 zum Jubiläumsgottesdienst und leitete damit – nach der Jubiläumsfeier des Kindergartens, der Kreuzkirche und der 500-Jahrfeier der Reformation – den Abschluss der Jubiläen im Jahr 2017 ein.


Vor 30 Jahren wurde der Besuchsdienst als Umsetzung des uralten – auch biblischen – Gedankens, gegründet, dass es Aufgabe von Gemeinde oder Gemeinschaft ist, Menschen zu besuchen und zu sehen. Gerade auch dann, wenn sie sich in außergewöhnlichen Lebenssituationen befinden. Schnell fand sich auf den Aufruf von Pfarrer Mildenberger eine Gruppe von Gemeindegliedern zusammen, die bereit war im Krankenhaus Woche für Woche die Patienten, die es wollten, zu besuchen. Den Weg in die „Krankenhauswelt“ ebneten dabei zwei Gemeindeglieder: Paul Reusch, damals Leiter der Krankenpflegeschule, und Mira Mildenberger, Angestellte in der Verwaltung. Gespräche mit Klinikleitung, Ärzten und Pflegepersonal schafften schnell ein Klima des Vertrauens, so dass der Krankenhausbesuchsdienst zu einem festen Bestandteil der Arbeit im Krankenhaus geworden ist.

Einige der damaligen Besuchsdienstmitglieder sind noch heute mit großem Einsatz dabei. Sie alle verstehen ihre Arbeit nicht nur als Krankenbesuchsarbeit, sondern auch als Sorge für die Seele. Dies zeigten die Mitarbeiter durch Symbole, die sie während des Jubiläumsgottesdienstes vorstellten, zum Beispiel eine Sanduhr für die Zeit, ein Engel für die Begleitung, Seifenblasen für alles Bunte und das Lachen, Steine für das Schwere, eine Kerze für das Licht und die Hoffnung. Neben der seelsorgerlichen Arbeit war der Gruppe von Anfang an die gründliche Vorbereitung der Mitarbeitenden wichtig. Dies geschieht zum einen auch heute noch durch die Begleitung des Besuchsdienstes durch die evangelischen Pfarrer. Neben Ulrich Mildenberger waren dies unter anderem die Gemeindepfarrer Helmut Müller und Gudrun Berner, die beide beim Jubiläumsgottesdienst mitfeierten. Zudem erhalten die Mitglieder die Möglichkeit, an umfassenden Schulungen teilzunehmen. Letzteres war der Anlass für ein weiteres erfreuliches Ereignis am Festtag: Jana Böhm, eine der Mitarbeiterinnen, konnte die Urkunde für die bestandene Krankenhausseelsorgeausbildung der Ev. Landeskirche in Württemberg überreicht werden.
 

Thumbnail for 50 Jahre Kreuzkirche
Posted by Matthias Ströhle - 17.09.2017, 09:20

Die evangelische Kirche in Sigmaringen hat am Sonntag, den 17. September, mit einem Festgottesdienst das 50-jährige Bestehen der Kreuzkirche gefeiert.
„Als Stein gewordenes Zelt sagt sie uns: wir sind und bleiben unterwegs, so lange wir leben“. Mit diesem Bild erklärte Militärdekan Heiko Blank aus München, der letzte evangelische Standortpfarrer, die besondere Bauweise der Kreuzkirche. Sie sei eine „schützende Architektur“. Dies gilt für die ganze christliche Gemeinde, hatte aber eine ganz besondere Bedeutung  in den 47 Jahren, in denen die Kreuzkirche das Zelt der evangelischen Militärkirchengemeinde war. Das Bild der Kreuzkirche „als ein feststehendes Biwak auf dem Feld“ habe er persönlich von Sigmaringen mitgenommen auf die Auslandseinsätze, in denen er die Bundeswehrsoldaten begleitet habe. Mit ganzem Herzen folgte die voll besetzte Kreuzkirchengemeinde der Einladung des Dekans mit ihm in den 23. Psalm einzustimmen. Dekan Widmann aus Balingen betonte in seiner Predigt über den 23. Psalm, dass der Psalmbeter trotz Schwankens zwischen Glaube und Zweifel in der Zuversicht lebt, dass er keinen Mangel leiden muss. Liturgisch führte Codekanin Sauer durch den Gottesdienst. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch einen Projektchor, bestehend aus vielen Sängern der ehem. Kantorei der Kreuzkirche und der jetzigen Kantorei der ev. Kirchengemeinde, unter der Leitung der langjährigen Kantorin der Militärkirchengemeinde Margit Barsch und dem Posaunenchor unter der Leitung von Ulrike Stoll und durch Kantor Sukwon Lee an der Orgel begleitet.
Im Anschluss an den Gottesdienst feierte die Gemeinde das Jubiläum bei einem Empfang in den Gemeinderäumen. Es wurden Erinnerungen wachgerufen anhand von Dokumenten und  Fotos aus fünf Jahrzehnten Militärkirchengemeinde, die von  Kirchengemeinderätin Priska Armbruster liebevoll zusammengestellt worden waren.

 

Thumbnail for Einführung und Investitur Pfarrer Matthias Ströhle und Dorothee Sauer
Posted by Matthias Ströhle - 10.09.2017, 17:31

Heitere Orgelmusik von Sebastian Bach begleitete das Pfarrerehepaar, Prälat Christian Rose und Dekan Beatus Widmann sowie die Kirchengemeinderäte während ihres feierlichen Einzuges in die Kirche. Posaunenchor und Kantorei spielten und sangen zusammen mit der Gemeinde „Nun jauchzt dem Herren alle Welt“ und eröffneten den Gottesdienst, der von den vier Amtsträgern und einzelnen Gemeindemitgliedern gestaltet wurde. „Wir feiern heute die Einsetzung eines Teams, eines Teams, das mittendrin und gemeinsam ihre vielfältigen Gaben den Menschen zugute kommen lassen wollen “, so beschrieb Prälat Rose in seiner Einführungsrede die zukünftigen Aufgabenstellungen der beiden Pfarrer. „Die Landeskirche freue sich, dass mit Dorothee Sauer erstmals eine Codekanin, die zu 25 Prozent für den Bezirk Balingen verantwortlich zeichnet, in ihr Amt eingesetzt werde. Weiterhin übernimmt sie die Zuständigkeit für den Kirchenbezirk I, während Matthias Ströhle den Kirchenbezirk II sowie die Hochschule seelsorgerisch betreut.“ Prälat Rose dankte auch den haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmitgliedern, die in der pfarrerlosen Zeit viele Aufgaben übernommen hatten und auf deren Unterstützung das Pfarrerehepaar zukünftig vertrauen kann. In einer Dialogpredigt predigte das Pfarrerehepaar abwechselnd über die Bedeutung der Worte „drinnen“ und „draußen“. Laut und deutlich richtete der geübte Prediger Matthias Ströhle Fragen an die Zuhörer. „Wer sind die da drinnen, wer, die da draußen? Die, die anders sind? Die, die unsere Ruhe stören?“ Er erinnerte an Luthers Thesenanschlag, der draußen vor aller Augen stattgefunden hatte und Dorothee Sauer ergänzte seine Worte mit dem Satz: „Glaube, der nicht vor die Tür geht, ist tot.“ Glauben und handeln, beten und arbeiten, dies sei die Richtschnur, nach der wir handeln sollen. An das Ende des zweistündigen Gottesdienstes setzte Dorothee Sauer mit der Segnung der Gemeinde einen überaus berührenden Moment andächtiger Stille. Im Gemeindesaal der evangelischen Kirche öffnete sich der kirchliche Rahmen und gab dem öffentlichen Leben Raum und Gelegenheit das Pfarrerehepaar willkommen zu heißen. Kirchengemeinderätin Christel Lührs-Trugenberger begrüßte die vielen Vertreter kommunaler, karitativer und kirchlicher Einrichtungen sowie den Kirchengemeinderat aus Erolzheim-Rot, der ehemaligen Wirkungsstätte der beiden Pfarrer und weitere Weggefährten vergangener Tage.

Landrätin Bürkle hieß auch im Namen Bürgermeister Schärers die neuen Pfarrer, herzlich willkommen. Jungen Menschen eine Bleibeperspektive im Landkreis und in der Kirche zu verschaffen verbinde die beiden Institutionen und führe zukünftig zu vielen gemeinsamen Aktivitäten. Auch der katholische Dekan Neubrand und Stadtpfarrer Baumgartner begrüßten die neuen Pfarrer mit den Worten: „Ihr sollt eins sein, sagt Jesus Christus, und wir sind auf einem guten Weg. Früher haben sich die Konfessionen voneinander abgegrenzt und heute teilen sie sich ihre Schätze.“ Hochschulrektorin Ingeborg Mühldorfer richtete ihre Worte an Matthias Ströhle, der als Hochschulseelsorger Studenten persönliche Hilfe anbieten und den interkulturellen Gedanken zu seinem Anliegen machen wolle. Noch einmal ergriff Frau Trugenberger das Wort und dankte dem im Urlaub befindlichen Pfarrerehepaar Fingerle, Pfarrerin Hornäcker und den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz während des letzten Jahres. „Nach einem Jahr Vakanz sind wir froh, zwei neue Pfarrer zu haben“. Ströhle und Sauer bedankten sich über die überaus herzliche Begrüßung, um anschließend die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit aufzuzeigen. Netzwerker wollen sie sein, das Zusammenwachsen der Kirchengemeinden und die Ökumene voranbringen und nicht zuletzt, sich den Herausforderungen zu stellen, die auf uns, auf die Kirche zukommen, wenn das Ende des grenzenlosen Wachstums erreicht ist.

Bildnachweis auf dieser Seite: Foto: Ljupoco Smokovski / fotolia

Pfarramt I

Dorothee Sauer
Pfarrerin in Sigmaringen & Codekanin im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683014

Pfarramt II

Matthias Ströhle
Pfarrer in Sigmaringen & Beauftragter für Hochschulseelsorge im ev. Kirchenbezirk Balingen

Tel. 07571 / 683011

Pfarramt III

Kathrin Fingerle & Micha Fingerle
Pfarrerin und Pfarrer in Sigmaringen

Tel. 07571 / 3430

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